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DeepInjection®-Methode von URETEK Deutschland GmbH

Produkt / Dienstleistung für die Kategorie Konventionelle Injektion - Feinstbindemittel

Beschreibung:

Tiefeninjektionen zur Baugrundverstärkung

Mauerwerksrisse stellen ein großes Problem dar. Die Ursache liegt oft nicht in der Konstruktion des Fundaments, sondern muss eher im Untergrund gesucht werden, auf dem das Fundament ruht. Zuweilen ist aber auch das Fundament bei einer Umnutzung oder Aufstockung des Gebäudes nicht ausreichend dimensioniert. Hier muss der Baugrund nachträglich verbessert werden.

Wir verdichten und verstärken den Baugrund unter der Konstruktion mittels Tiefeninjektionen und lösen auf diese Weise ein grundlegendes Problem dauerhaft und relativ einfach.

Die breite Palette der Anwendungsmöglichkeiten:

  • Baugrundverstärkung unter Fundamenten
  • Verdichtung locker gelagerter Böden
  • Anhebung abgesackter Fundamente

Ein kurzer Film zeigt die DeepInjection®-Methode in der Praxis:

Baugrundverstärkung und Anhebung eines Wohnhauses

 


Technik

Die DeepInjection®-Methode geht in drei Schritten vor:

 

Bohren:
Es werden Löcher mit einem Durchmesser von 14 mm jeweils in einem Abstand von 1 m schräg durch die Fundamentsohle gebohrt. Bei Bodenschichten bis ca. 3 m Tiefe wird zumeist entlang der Fundamente gebohrt. In diese Bohrlöcher werden die Injektionslanzen eingeführt.
Die DeepInjection®-Methode, erster Schritt: Bohren
Injizieren:
Die Injektionspistole wird  an die eingeführte Injektionslanze angeschlossen und das Zweikomponenten-Harzsystem wird zielgerichtet in die am stärksten belasteten Schichten injiziert. In kurzer Zeit expandieren dort die zwangsgemischten Komponenten.
Die DeepInjection®-Methode, zweiter Schritt: Injizieren
Expandieren:
Das Expansionsharz dehnt sich sekundenschnell aus. Die Expansion geschieht in Richtung des geringsten Widerstands, also genau dort wo die Verdichtung am stärksten erwünscht ist. Schon nach wenigen Minuten sind mehr als 90 % der Endfestigkeit erreicht und die Ausdehnung des Harzes ist abgeschlossen. Sobald der Untergrund in seitlicher und Abwärtsrichtung ausreichenden Widerstand gegen die auftretenden Expansionskräfte bietet, ist nur noch eine Ausweichbewegung nach oben möglich, die mit Laserempfängern registriert wird. Damit ist nachgewiesen, dass das Tragvermögen des injizierten Bodens erheblich verbessert wurde.
Die DeepInjection®-Methode, dritter Schritt: Expandieren

 


Vorteile

Keine Belästigung:
Räumungs- oder Grabungsarbeiten sind praktisch nicht notwendig – also: keine Belästigung durch Staub, Schmutz oder Lärm. In den meisten Fällen beträgt der Zeitaufwand für eine Arbeit nicht mehr als ein oder zwei Tage

 

Unmittelbares Ergebnis:
Die verwendeten Grundstoffe können die Tragfähigkeit des Bodens schnell und effektiv steigern. Die Expansionsharze üben auf die zu stabilisierenden oder anzuhebenden Objekte einen aufwärts gerichteten Druck von bis zu 50 t/m² aus. Das Ergebnis ist mittels Laserkontrolle direkt sichtbar.

 

Hohe Produktivität:
Der Zeitaufwand ist relativ gering. Pro Tag ist die Stabilisierung von 8-12 laufenden Metern Fundament möglich.

 

Wiederherstellen der Lastabtragung:
Das verwendete Verfahren sorgt für die Wiederherstellung der gleichmäßig verteilten Belastung erdgegründeter Fundamente. Vorteilhaft ist auch, dass der Elastizitätsmodul des Injektionsharzes mit dem des Untergrundes harmonisiert.

 

Erfahrung:
In Deutschland sind seit 1994 bereits tausende von Arbeiten mit der URETEK-DeepInjection-Methode ausgeführt worden. Sie profitieren aber auch von der mehr als 30-jährigen weltweiten Anwendung.

 


Schutz von Grundleitungen

Bei der Sanierung von Gründungen oder der Verstärkung des Baugrundes liegen häufig Versorgungs- und Abwasserleitungen im Injektionsbereich. Um zu verhindern, dass diese durch eindringendes Harz verstopft werden, müssen die Leitungen geschützt werden.

Es kann vorkommen, dass das expandierende Harz durch eine undichte Muffe in eine Regenwassergrundleitung eingedringt. Und da das Material den Weg des geringsten Widerstandes geht, kann es sich in der Leitung nahezu frei ausdehnen. Das lässt sich aber grundsätzlich verhindern. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Verlauf von Grundleitungen bekannt ist. Dann kann man die Leitungen präventiv gegen eindringendes Harz schützen.
 
Frei expandiertes Harz in einer Abwasserleitung

Frei expandiertes Harz in einer Abwasserleitung

 

Zum einen besteht die Möglichkeit einer Sichtkontrolle mittels Kanalkamera. Damit lassen sich Kenntnisse über den Umfang und den Zustand der Rohrleitungen gewinnen. Oder man überwacht den Gefahrenbereich der Leitungen, die möglicherweise von Verstopfungen betroffen sein könnten.

 
Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von Stützschläuchen. Dafür muss an einer leicht zugänglichen Stelle ein „Zugang” zu der betroffenen Grundleitung geschaffen werden. Anschließend wird ein Schlauch eingeführt, der - mit Wasser gefüllt - wie ein Inliner die Leitung schützt. Nach Beendigung der Injektionsarbeiten wird der Stützschlauch wieder entfernt.  
Der Stützschlauch wird in das Fallrohr eingeführt

Der Stützschlauch wird in das Fallrohr eingeführt

Sollten keine Kenntnisse über den Verlauf der Grundleitungen vorliegen, kann auch mit neuester Technik eine Ortung der Leitungen erfolgen. So kann die Tiefe und auch der Verlauf zentimetergenau festgestellt werden.

Dieser Grundleitungsschutz stellt eine sehr sinnvolle, präventive Maßnahme zur Schadensvermeidung dar.

 
Beseitigung der Schläuche nach Beendigung der Injektionsarbeiten

Beseitigung der Schläuche nach Beendigung der Injektionsarbeiten

 


Geotechnik

Ergebnisse aus Bodenuntersuchungen werden von URETEK sorgfältig studiert und interpretiert, um die mögliche Ursache für die Absackung zu ermitteln und einen Reparaturplan zu entwickeln. Für uns sind daher Bodenuntersuchungen eine unerlässliche Voraussetzung für die Annahme eines Stabilisierungsauftrages.


Es gibt verschiedene Techniken zur Untersuchung der mechanischen Eigenschaften des Untergrunds. In Deutschland wird in vielen Fällen der „dynamische Penetrometertest“ (Rammsondierung nach DIN 4094) durchgeführt. Dabei wird die Sonde (ein Metallrohr mit einer genormten Spitze) mit einem definierten Gewicht und einer festgelegten Fallhöhe in den Boden getrieben. Die Anzahl der Schläge pro 10 cm Eindringtiefe werden gezählt und in eine grafische Darstellung (Rammsondierübersicht) umgesetzt.


Um einen guten Einblick in die Art des Untergrunds (Sand, Ton, Moor etc.), den Feuchtigkeitsgehalt und die Höhe des Grundwasserspiegels zu erhalten, sind Bohrungen notwendig, aus denen Bodenproben entnommen werden können. Mit Hilfe von Pegelrohren ist es möglich, den Grundwasserstand festzustellen.
Anschließend werden die Proben in einem Speziallabor untersucht und Art und Feuchtigkeitsgehalt des Bodens bestimmt.

URETEK Deutschland arbeitet hinsichtlich der geomechanischen Bodenuntersuchungen mit führenden geotechnischen Büros und Baugrundlaboren zusammen, um unnötige Risiken für die beteiligten Parteien von vornherein auszuschließen. Gerne empfehlen wir ein zuverlässiges Büro in Ihrer Nähe.
 

 

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