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International IRSE Convention in the Netherlands


Verlag:

DVV Media Group GmbH

Medium
(Zeitschrift, Zeitung etc.):

SIGNAL + DRAHT


Details:

International IRSE Convention in the Netherlands


Jahr: 2007
Nummer: 9
Datum: September
Autor: Jacques Pore
Seite(n): 34-38




WWW:



Land:

NL: Niederlande


Inhalt:

Auf Einladung der IRSE (Institution of Railway Signal Engineers) und ihres diesjährigen Präsidenten, Wim Coenraad (Movares), fand vom 28. Mai bis zum 1. Juni 2007 der Internationale Konvent in den Niederlanden statt. Rotterdam, das als Zentrum von vier großen Eisenbahnprojekten des Landes betrachtet werden kann, beherbergte die Gäste. Diesen bot sich eine sehr günstige Gelegenheit, die Signal- und Telekommunikationstechnik in diesem kleinen und dennoch sehr aktiven Land kennen zu lernen, in dem die Eisenbahn durch die Bevölkerung und die Transportunternehmen intensiv genutzt wird. Genau in diesem Jahr hat ProRail den viergleisigen Ausbau der 30 km langen Strecke Amsterdam - Utrecht in Auftrag gegeben, die mit über 500 Zügen pro Tag eine der am dichtesten befahrenen Strecken des Landes ist. Das zweite laufende Großprojekt ist die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke in den Niederlanden (HSL-Zuid) zwischen Amsterdam und der Grenze zu Belgien (über Rotterdam und Breda) mit einer gesamten Länge von etwa 110 km (bei einem Hochgeschwindigkeitsanteil von etwas über 90 km). Diese Strecke wird mit der belgischen Linie 4 verbunden, die als Hochgeschwindigkeitsstrecke von Brüssel über Antwerpen bis an die Grenze zu den Niederlanden führt. Eine andere Herausforderung ist natürlich die Betuweroute, die erste Neubaustrecke der Welt, die nur dem Güterverkehr dient. Die 160 km lange Strecke verbindet das Gebiet des Hafens von Rotterdam mit Deutschland und dem Ruhrgebiet und schließt nach etwa einem Drittel der Strecke (auf der Rotterdamer Seite) den großen Rangierbahnhof Kijfhoek ein. Die ersten Inbetriebnahmen der beiden Strecken (HSL-Zuid und Betuweroute) erfolgen in Schritten ab Mitte 2007 bis Ende 2008. Zu guter Letzt haben die Niederlande ihr erstes „light rail network" beauftragt, die so genannte „Randstad-Bahn". Sie verbindet verschiedene Bal- lungsgebiete zwischen Den Haag, Zoetermeer und Rotterdam. Diese vier Eisenbahnprojekte beinhalten eine umfangreiche Signal- und Fernmeldetechnik und viele neue Lösungen sowohl bei den Produkten als auch bei den Systemen, die auf dem Konvent der IRSE präsentiert wurden.


Stichworte:



 

Schienenverkehrsportal, Infrastruktur Schienenverkehr, Schienenverkehrsdienstleist.