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Kostenoptimierung durch die Überwachungsart ÜSOE im Cluster


Verlag:

DVV Media Group GmbH

Medium
(Zeitschrift, Zeitung etc.):

SIGNAL + DRAHT


Details:

Kostenoptimierung durch die Überwachungsart ÜSOE im Cluster


Jahr: 2007
Nummer: 10
Datum: Oktober
Autor: Dirk Kolling
Seite(n): 18-20




WWW:



Land:

DE: Deutschland


Inhalt:

Anhand eines einfachen Beispiels konnte verdeutlicht werden, dass die von Pintsch Bamag in der RBÜT neu implementierten Funktionen dem Planer innovative Mög- lichkeiten eröffnen. Insbesondere bei An- lagenverbünden in der Überwachsart ÜSoE kann eine erhebliche Kostenoptimierung im Vergleich zu den herkömmlichen Über- wachungsarten erzielt werden. Eine Kostenoptimierung ergibt sich zu- nächst aus den reduzierten Kabelwegen an der Strecke und im Besonderen den da- durch bedingten Einsparungen beim Tief- bau. Bei dicht aufeinander folgenden An- lagen im Verbund entsteht ein zusätzliches Einsparpotenzial durch den Einsatz von gemeinsamen Einschaltstellen für mehre- re Anlagen und durch Absicherung bzw. Deckung mehrerer BOSA durch ein ge- meinsames Überwachungssignal. Weitere Einsparpotenziale ergeben sich aus dem Wegfall der Fernüberwachungseinrichtung und dem in diesem Zusammenhang evtl. zu berücksichtigenden Stromversorgungs- anteil im Stellwerk. Auch die gelegentlich zur Anwendung kommenden und sehr kostenintensiven Übertragungssysteme für Entfernungen zwischen BOSA und Stell- werk von mehr als 6,5 km entfallen. Statt- dessen werden llrregelrnäBigkeiten ge- mäß dem genehmeten lastenheft der DB Netz AG über Fernd~agioseeinrichtung in der BOSA der ziatänxIiigen Instandhaltung übermittelt Die Übertragung von Unregel- mäßigkeiten kann leitungsgebunden mit vier Adern im Ferrwneide- oder Strecken- kabel oder mitbels Funkmodern umgesetzt werden. Mit steigender AnzaN der im Verbund befindlichen BOSA vergrbBert sich das Einsparpotenzial bei den Gesamtinvestiti- onskosten. Die innerhalb des Anlagenver- bundes nachgelagerten BOSA sind bei der Planung mit einer gleis- und richtungs- abhängigen Einschaltverzögerung konfi- gurierbar, so dass sich die Sperrzeiten der einzelnen Anlage minimieren lassen und auf diesem Weg die maximal zulässigen Grenzwerte von 90 Sekunden bei Licht- zeichenanlagen ohne Halbschranken und 240 Sekunden bei Lichtzeichenanlagen mit Halbschranken eingehalten werden kön- nen. Nach der Inbetriebnahme des BÜ „Bahren- hof" sind inzwischen weitere Anlagen der Überwachungsart ÜSoE bei der DB Netz AG und bei den nichtbundeseigenen Ei- senbahnen in Betrieb genommen worden. Neue Ideen wurden von Pintsch Bamag aufgegriffen und in der RBÜT umgesetzt. Das Potenzial der Überwachungsart ÜSoE ist sicherlich noch nicht voll ausgeschöpft, so dass die Implementierung neuer inno- vativer Ideen auch zukünftig in den rech- nergesteuerten BO-Techniken erfolgen wird.


Stichworte:

Bahnübergangssicherung


 

Schienenverkehrsportal, Infrastruktur Schienenverkehr